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Natura 2000

Neben der langen und wechselhaften Bedeutung des Donautals für den Menschen als Trennungs- oder Verbindungslinie hat das Donautal aber auch eine entscheidende Rolle für die Pflanzen- und Tierwelt. Nach der letzten Eiszeit wanderten Pflanzen und Tiere nach und nach entlang des wärmenden Stromes von Südosten her in unseren Raum ein. Bekannt ist das Beispiel der Buche, die ebenfalls die schmale Stelle zwischen den Alpen und dem böhmischen Gebirgsmassive im Donautal im Laufe von Jahrhunderten und Jahrtausenden durchschritt.
Im Laufe der Zeit kamen so sehr viele Arten aus dem Mittelmeerraum und aus den Steppengebieten des Ostens hierher. Die südexponierten Steilhänge des Donautals hier auch “Leiten” genannt, fangen die Sonnenwärme sehr effizient ein. Dies war und ist eine günstige Vorrausetzung für die Ansiedelung einer Wärme liebenden Fauna und Flora wie zum Beispiel Äskulapnatter und Pimpernuß. Aber auch aus der anderen Richtung kamen Tiere und Pflanzen hier an: atlantische Arten wie der schwarze Streifenfarn aus dem Westen fanden im Tal Lebensräume mit ausgeglichener Luftfeuchtigkeit und fassten ebenfalls hier Fuß. In den kühlen Wäldern hingegen fanden sich bald Arten aus den Bergen des Bayerwaldes und der Alpen wie zum Beispiel das bekannte Alpenveilchen ein.
Im letzten Jahrhundert musste die Natur fast überall den Ansprüchen der Menschen weichen. Doch in den Steilhänge entlang der Donau konnten viele besondere und heute seltene Tier- und Pflanzenarten überleben. Bisher konnten über 400 Pflanzenarten und etwa 700 auffälligere Tierarten nachgewiesen werden. Für die langfristige Sicherung dieser Arten ist die Aufrechterhaltung der Wandermöglichkeiten entscheidend.

Daher baut die Europäische Union ein Sytem von Schutzgebieten auf, die die Lebensräume von europäischer Bedeutung sichern und miteinander vernetzen soll. Die Ausweisung von so genannten Fauna – Flora – Habitat (FHH) Gebieten sind ein entscheidender Schritt auf diesem Weg. Das Donauengtal vom niederbayerischen Hofkirchen bis zum oberösterreichischen Aschach ist innerhalb des Schutzgebietssystems Natura 2000 eine der wichtigsten Verbindungen Mitteleuropas mit dem Südosten Europas.
Das INTERREG-Projekt “Naturerleben auf bayerisch- oberösterreichischen Donauwegen” lädt nun die Menschen ein, die Naturschätze des Donauengtales auf ausgewählten Wegen zu erwandern, zu erleben und kennen zu lernen.
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